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Heiligen-Geist-Gemeinde Rostock

Spende und Kirchgeld 2018

Dieser Ausgabe liegen Überweisungsträger für das Gemeinde-Kirchgeld bei. Diese freiwillige Spende erbitten wir für unsere konkrete Gemeindearbeit hier in Ihrer Heilgen Geist Kirchengemeinde. Es wird nicht für unsere Bauvorhaben genutzt, sondern mit Ihrem Beitrag können wir ein lebendiges Gemeindeleben gestalten und laufende Kosten begleichen. Sie ermöglichen damit Veranstaltungen wie Kinoabende, Ausflüge, gemeinsame Gottesdienste, aber auch ganz regelmäßige Angebote wie unsere verschiedenen Chöre, Pfadfinderarbeit, Seniorenkreise und Bibelgespräche. In unserem Gemeindebrief, den Sie vier mal im Jahr bekommen (sollten), finden Sie unsere regelmäßigen und wechselnden Angebote und Gottesdienstzeiten. Vielen Dank, dass Sie unsere Arbeit durch ihre Spende wertschätzen. Wer eine Spendenbescheinigung benötigt, kann sich gerne bei Frau Frizsche im Gemeindebüro melden. Ihr Gemeindekirchgeld ist und bleibt ein entscheidender Baustein zur finanziellen Sicherung der Gemeinde-Arbeit unserer Kirchengemeinde. Dafür vielen Dank im Voraus!


Viele haben schon einiges gehört. Es hat einen etwas eigenwilligen Artikel in der Ostseezeitung gegeben. Manches ist auf anderen Wegen bekanntgeworden und wie ich inzwischen gehört habe, ist die eine oder der andere, der an anderer Stelle ein Stück Weg mit mir gegangen ist, inzwischen in Rostock gelandet.
Nun möchte ich aber diese Gelegenheit nicht ungenutzt lassen und mich noch einmal selbst vorstellen.
„Ich bin ein Berliner“, hat einmal ein Präsident der Vereinigten Staaten der Menge zugerufen. Das war wohl im übertragenen Sinn gemeint. Bei mir kann man diese Aussage wörtlich nehmen. 1966 bin ich in der Hauptstadt der DDR geboren worden. Die Straße, auf der ich als Kind gespielt habe, endete an der Mauer. Ganz in der Nähe der Bornholmer Brücke im Stadtbezirk Prenzlauerberg haben wir gewohnt. Die Schule war gleich um die Ecke. 10 Jahre lang bin ich fast jeden Morgen in das große graue Gebäude gegangen. Vielleicht war es die Grenznähe, vielleicht hat es sich nur so ergeben, jedenfalls verstanden die meisten Lehrer keinen Spaß wenn es um die Verteidigung des Sozialismus ging. Meine Eltern wurden recht häufig einbestellt. Meist hing es mit meinen Äußerungen im Staatsbürgerkundeunterricht zusammen. Da mir keiner einen wirklich triftigen Grund nennen konnte außer dem, dass dies ja wohl alle täten, bin ich nicht in die FDJ eingetreten.
Plötzlich war die Schule dann vorbei. Mein Vater hatte einen Kupferschmiedebetrieb; also erlernte ich den Beruf eines Kupferschmiedes. Viel Auswahl gab es damals ja nicht. Letztendlich war es gut, dass ich alles in allem 10 Jahre ein Handwerker gewesen bin. Als ich 17 war, habe ich Leute aus einer Jungen Gemeinde kennengelernt. Hier fand ich, was ich lange gesucht hatte, eine Gemeinschaft, in der ich mich wohlfühlte. Bald begann ich, ehrenamtlich in der Gemeinde mitzuarbeiten. Erst war es eine Kindergruppe und später dann eine Junge Gemeinde, die ich mit anderen zusammen leitete. Silke, die schon vor mir in der Arbeit mit Kindern aktiv war, habe ich damals kennengelernt. Inzwischen sind wir schon 27 Jahre lang verheiratet.
Die zweite Hälfte der 80-ziger Jahre war für mich eine sehr prägende Phase im Leben. Besuche in der Umwelt-Bibliothek, Mahnwachen, Wehrdiensttotalverweigerung, Demos … Keiner wusste genau wie das Ganze ausgehen würde.
Eines aber war mir klar. Es konnte nicht so bleiben wie es war.
Dann kam die Wende. Die Mauer fiel. 1990 haben wir geheiratet und unser erster Sohn Johann-Martin kam zur Welt. Alles war neu. Ich war immer noch Kupferschmied. Es wurde Zeit etwas zu ändern. Ich trug mich schon länger mit dem Gedanken, Theologie zu studieren. Sicher auch, weil ich Pastor werden wollte, aber eigentlich ging es mir um die Theologie selber. So viele Fragen waren da und so viele Gedanken. Ich habe am Paulinum studiert. Das war eine Fachhochschule.
Ich hatte ja schon ein Kind und da sollte das Studium nicht zu lange dauern. Was aus den Fragen wurde? Am Ende des Studiums waren es mehr als am Anfang. Einige hatte ich klären können. Neue sind dazugekommen.
Nach dem Studium gab es eine Wartezeit vor dem Vikariat. Die Kirche musste sparen. Ich, inzwischen Vater von zwei Kindern (Ammadeus war 1993 geboren), musste mich nach einer Arbeit umsehen. Eher zufällig kam ich so zur Obdachlosenhilfe der Berliner Stadtmission. Zwei Winter über habe ich eine Notunterkunft geleitet. Die Arbeit hat mich sehr ausgefüllt. Ich habe Dinge erlebt und gesehen, die ich nicht für möglich gehalten hätte.
Als Vikar war ich in einer Gemeinde gleich hinter dem nördlichen Stadtrand.
Und dann kam das Jahr 2001. In Berlin und Brandenburg gab es immer noch keine Stellen. In Mecklenburg gab es eine, die keiner haben wollte. Da hing nämlich an einer halben Dorfpfarrstelle noch eine halbe Stelle Gefängnisseelsorge im Jugendstrafvollzug dran. Die Obdachlosen auf den Straßen Berlins hatten eigentlich alle eine Knastgeschichte. Also, warum nicht Gefängnisseelsorger werden, dachte ich mir und schickte eine Bewerbung nach Schwerin.
Nach einigen Hin und Her gab es dann eine Zusage. Im März 2001 wurde Emil-Ole geboren und ich hielt in Wokuhl bei Neustrelitz meine Vorstellungspredigt. Die Gemeinde votierte positiv. Im Mai begann ich meinen Dienst in der JVA-Neustrelitz und im Juli war das Pfarrhaus so halbwegs bezugsfertig. Wir fünf Krämers zogen nach Mecklenburg.
7 Jahre Knast und Dorf sind es geworden. Wir hatten einen Badesee vorm Haus. Die Gegend um Neustrelitz ist wunderschön. Wir waren inzwischen im Dorf zuhause. Unser Jüngster Anton-Pelle ist ein Mecklenburger Kind. Im Jahr 2005 kam er in Neustrelitz zur Welt. Die Gemeinde war winzig klein. Trotzdem haben wir einiges bewegt. 2 Kindermusicalprojekte und ein Zirkusprojekt hat es gegeben. Zur Christenlehre kamen am Ende 15 Kinder. Prozentual betrachtet waren wir in Wokuhl in vielen Bereichen Spitze. Die absoluten Zahlen allerdings sahen traurig aus. Die halbe Stelle sollte gestrichen werden. Die Arbeit im Gefängnis machte ich wirklich gerne. Damals stand zur Wahl mit der Stelle im Neubrandenburger Gefängnis ganz in die Gefängnisseelsorge zu gehen oder die Gegend zu verlassen, und mich auf eine andere Pfarrstelle zu bewerben. Eigentlich hatte ich mir 10 Jahre als Grenze gesetzt. Zu viele, die zu lange im Knast gearbeitet haben, hatten selbst irgendwann einen Haftschatten. Sieben Jahre waren dann auch gut.
Es ging nach Crivitz. 2008 sind wir dort eingezogen. Unser Großer blieb in Neustrelitz um dort sein Abitur zu machen. In Crivitz erlebte ich eine wirklich lebendige Gemeinde. Dafür bin ich sehr dankbar. Gut besuchte Gottesdienste, Konfirmandengruppen, Seniorenkreise, Paddelfreizeiten und Christenlehrekinder in großer Zahl. Bei den Crivitzer Krippenspielen bekam man regelmäßig eine Vorstellung was mit derMenge der Himmlischen Heerscharen gemeint sein könnte.
Seit 2013 hat meine Frau Silke die Gemeindepädagogik übernommen. Sie macht das wunderbar und leidet sehr daran, dass die Zeit hier nun zu Ende geht. Es war schon sehr stark von ihr, die Entscheidung für eine Bewerbung in Rostock mitzutragen.
Rostock Heiligen-Geist-Kirche …
Wir gehen weg. Inzwischen habe ich hier in Crivitz schon oft erklären müssen warum. Carla, ein Christenlehrekind hat mich das erst vor kurzem wieder gefragt. Besonders auch wegen des bevorstehenden Abschiedes von meiner Frau Silke, sind viele Kinder traurig. Also wollen sie wenigstens wissen warum.
Nun, da gibt es mehr als einen Grund, so wie es auch viele Gründe gäbe zu bleiben.
Entscheidungen, die mit Veränderung verbunden sind, sind meist nicht einfach. Am Anfang diesen Jahres habe ich nicht übers Weggehen nachgedacht. Vier Häuser weiter lebte damals noch mein Vater. Er war sehr krank und wir haben uns um ihn gekümmert. Am Gründonnerstag ist er gestorben. Auf der Frühjahrssynode wurde ein neuer Propst für die Propstei Wismar gewählt. Der kam nicht vom Himmel gefallen, sondern - wie sie wissen - war Marcus Antonioli Pastor in Heiligen Geist.
Nun nahmen wir Abschied von meinem Vater und in Rostock wurde eine Pfarrstelle frei. Zehn Jahre in Crivitz waren auch fast voll. Ich war inzwischen Anfang Fünfzig. Darum war es jetzt an der Zeit für eine neue Herausforderung. Zeit aber gab es dann eigentlich nicht. Der Abgabetermin war nun schon bis auf zwei Wochen herangerückt. Hätten wir, besonders meine Frau, länger Zeit zum Nachdenken gehabt, die Entscheidung wäre womöglich noch einmal anders ausgefallen. Bedenken kommen manchmal langsam und Neues verlockt schnell.
Ich denke nicht, dass meine neue Gemeinde besser ist als die Crivitzer Gemeinde. Sie ist anders und darauf kam es mir an. Dort, in Rostock, erwartet mich und uns vier (inzwischen ist Ammadeus auch schon einige Jahre aus dem Haus) noch mal etwas Neues, Anderes und Spannendes - eine Herausforderung eben. Vielleicht denke ich, ist es auch ein ganz klein wenig wie nach Hause kommen. Nach Großstadt, Dorf und Kleinstadt eine kleinere Großstadt und ein Viertel, das mich doch in vielem an meinen Heimatbezirkes Berlin Prenzlauerberg erinnert. Jetzt jedenfalls packen wir erst einmal und begegnen so vielen Geschichten aus unserem bewegten Leben in Bildern und Gegenständen. So viel hat sich angesammelt. Wir nehmen Abschied und trauern. Aber es finden sich auch immer die Momente, in denen ich Zeit finde mich zu freuen auf die Gemeinde in Rostock und all die neuen Dinge. Ehrlich gesagt fürchte mich auch ein klein wenig. Es wird eben anders werden …
Gott aber wird uns weiter begleiten. Er ist mit auf dem Weg.

Pastor Martin Krämer


Rettet den Turm!

 

 

 

Für jede Spende ab 20 Euro!

 

Der Spendenziegel

                    - ein kleines Dankeschön


Der neue Kirchengemeinderat ist gewählt!


"At Home in Rostock - Zu Hause in Rostock"

Wie in der letzten Ausgabe des Gemeindeboten berichtet, hat das Patenprojekt AT HOME IN ROSTOCK der Rostocker Stadtmission zum 01.06.2016 seine Arbeit aufgenommen. Das Projekt wird aus Mitteln der Aktion Mensch gefördert und inhaltlich sowie finanziell von der Evangelischen Stiftung „Kirche mit Anderen“ und der Heiligen-Geist-Kirchengemeinde unterstützt.

In den kommenden drei Jahren möchte das Projekt hauptsächlich Patenschaften zwischen Flüchtlingen und Rostocker Bürgern initiieren. Patinnen und Paten sollen durch Informationen, Hilfestellung, Fortbildungen und Austauschtreffen bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützt werden. Ziel ist es dabei, die Bedürfnisse der Flüchtlinge ebenso wie die Interessen und Ressourcen der Ehrenamtlichen miteinander abzustimmen. Diese werden im Rahmen eines persönlichen Erstgesprächs mittels eines Fragebogens erfasst. Patenschaften können beispielsweise gemeinsame Freizeitaktivitäten, Hausaufgabenhilfe oder die Begleitung zu Behörden beinhalten. Gesucht werden auch Ehrenamtliche, die Dienstleistungsangebote für Flüchtlinge anbieten (Handwerker) oder Firmen, die Praktikums-, Ausbildungsplätze oder Jobs zur Verfügung stellen können. Das zentrale Anliegen des Patenprojekts ist die Unterstützung geflüchteter Menschen – sie sollen sich durch die Unterstützung durch Patinnen und Paten im Rostocker Alltag besser zurechtfinden und Sicherheit und Akzeptanz erfahren.

Derzeit führen die Koordinatorinnen des Projekts Gespräche mit Kirchengemeinden, der Integrationsbeauftragten der Stadt Rostock und vielen wichtigen sozialen Trägern und Akteuren, die sich für die Integration geflüchteter Menschen einsetzen. Auch erste Gespräche mit geflüchteten Menschen und engagierten Rostocker Bürgern wurden geführt. Bereits nach kurzer Zeit hat sich gezeigt, dass es seitens der Flüchtlinge großen Bedarf an Unterstützung gibt – die Koordinatorinnen hoffen, dass viele Rostocker Bürger ihnen als Pate bei der Integration zur Seite stehen möchten.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf:

Diakonie Rostocker Stadtmission e.V.

Dr. Jenny Hahs und Hanan Al‘ Murshadi

Bürgerbüro - treffpunkt.LEBEN

Lichtenhäger Brink 10 | 18109 Rostock

Telefon +49 381 1282663 | Fax +49 381 51077006

patenprojekt@rostocker-stadtmission.de


Neue Postkarten von unserer Heiligen-Geist-Kirche

In Zusammenarbeit mit dem Fotostudio „foto-art-thomar“ und der Druckerei „altstadt-druck“ haben wir neue Postkarten von unserer Kirche herstellen lassen. Die acht unterschiedlichen Motive sind für 4,00 € im Gemeindebüro und in der Kirche zu kaufen. Wir stellen diese gern auch für insgesamt 5,00 € postalisch zu. Bitte (dienstags und donnerstags 8.30 -13.30 Uhr) im Gemeindebüro bei Frau Fritzsche nachfragen.


Kirchen-Schiffsmodelle in Mecklenburg-Vorpommern

Schiffsmodelle in Kirchen – wie kam sie zustande, diese einmalige und hervorragende Verbindung zwischen Sakralem und der Volkskunst der Seeleute? Welche Tradition hat der Brauch der Modellschenkung? Wer waren die Spender eines so beeindruckenden Schmuckes?

Auf diese und viele andere Fragen gibt der vorliegende Band in Wort und Bild eine Antwort:

Wolfgang Steusloff stellt Kirchen-Schiffsmodelle in Mecklenburg-Vorpommern vor, die Gotteshäuser zieren zwischen Stettiner Haff und Wismarbucht. Die ganzseitigen Fotos werden ergänzt durch Abbildungen hervorhebenswerter Details und durch wesentliche Informationen zur Geschichte eines jeden Modells.

Ein Band, der sich an alle wendet, die landeskundlich, kulturgeschichtlich und maritim-volkskundlich interessiert sind, an Liebhaber alter Schiffsmodelle und an die zahlreichen Besucher Mecklenburg-Vorpommerns, die für sich diesen außerordentlich reizvollen Bereich der Seemannsvolkskunst im Küstengebiet erschließen möchten.

Der Band ist für 12 € im Pfarrbüro erhältlich.



Herzlich willkommen in unserer Kirche,

ob zur Andacht in der Wochenmitte, zum Gottesdienst oder zu einem Konzert! Wenn Sie so Platz genommen haben – stellte sich da nicht auch bei Ihnen der Wunsch ein, auf etwas Bequemerem zu sitzen als auf den ausgedienten Sitzkissen,sofern Sie überhaupt eines abbekommen haben? Wir denken über diese Investition schon lange nach – allein, es fehlt am Geld.

Wenn Sie auch gern bequemer sitzen würden, dann unterstützen Sie doch bitte die Anschaffung von Auflagen für die Kirchenbänke mit einem Obolus. Dazu stehen Spendenbehälter bereit oder überweisen Sie Ihre Spende mit dem Hinweis „Sitzpolster“ auf das Konto der Heiligen-Geist-Gemeinde IBAN DE58 1309 0000 0001 0839 45.

Heike von Weber