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Heiligen-Geist-Gemeinde Rostock

Lesung v. Carolin Emcke am 10. August 2017


Pilgerwanderung - ein Bericht

Am Samstag, dem 8. April, sind wir um 9 Uhr gestartet. Es fanden sich neun interessierte Gemeindemitglieder an der Heiligen- Geist- Kirche ein. Trotz trüber Wetterlage starteten wir hoch motiviert zu unserem Ausflug. Mit zwei Autos ging die Fahrt in Richtung Barth. Unser Ziel war der kleine Ort Kenz. Die dortige schöne Kirche bot uns die Möglichkeit für eine Andacht zum Start in unsere Wanderung. Danach besichtigten wir noch die in Kenz liegende historische Heilquelle aus dem 17. Jahrhundert. Mit einer Kostprobe des Wassers gestärkt, machten wir uns dann auf den Weg. Nach einem kleinen anfänglichen Wegfindungsproblem (wir machten dann einen Abstecher durch ein Rapsfeld und gelangten so auf die richtige Straße) wanderten wir von Kenz über Saatel und Manschenhagen nach Starkow. Unterwegs trafen wir viele fleißige Bewohner der kleinen Ortschaften, die das vorösterliche Wochenende nutzten, um ihre Dörfer zu verschönern, indem sie gemeinschaftlich Büsche und Sträucher an der Hauptstraße beschnitten. Auch sie schreckte das durchwachsene Wetter nicht ab.

In Starkow angekommen, wurden wir von der Pastorin herzlich begrüßt. Auch hier waren viele, fleißige Hände dabei, den dortigen, alten Pfarrgarten aus dem Winterschlaf zu wecken. Der Verein, der diese sehenswerte Anlage pflegt und erhält, bietet seien Besuchern neben sachkundigen Führungen und Konzerten hier ein lohnenswertes Ausflugsziel. In einer sanierten Scheune befindet sich ein Café, in dem wir uns zu einer wohlverdienten Pause niederlassen durften. Stärken und aufwärmen hieß die Devise.

Danach fanden wir uns in der kleinen Kapelle nochmals zu einer Andacht zusammen.

Das Wetter war uns gnädig und der etwas kürzere Rückweg über Löbnitz war sonnig und trocken. Um 15 Uhr erreichten wir die Kirche in Kenz und beendeten dort mit einem Gebet und einem Lied unsere Pilgerreise. Etwas erschöpft, aber stolz und zufrieden fuhren wir nach Rostock zurück und waren uns einig, das Pilgern auf jeden Fall zu wiederholen.

Claudia Wolf


Rückblick

Am 9. Februar machten die Kinder einen Ausflug nach Hamburg. Unter Leitung von Elke Schaar waren wir im „Dialog im Stillen“ und haben uns mit der Lebenswirklichkeit von Menschen beschäftigt, die gehörlos sind. Dann gab es einen Abstecher zur Plaza der Elbphilharmonie und danach haben wir das Miniaturwunderland erobert. Abends konnten alle Kinder glücklich, gesund und zufrieden wieder den Eltern übergeben werden.


Nachbetrachtung zur Israel-Reise

Nun sind schon wieder einige Wochen ins Land gegangen seit unserer Rückkehr. Längst sind wir wieder im Alltag angekommen. Alle Fotos sind abgespeichert und ausgetauscht, Mitbringsel wurden verteilt. Reiseberichte wurden in der Familie, im Bekanntenkreis und auch in der Gemeinde gegeben. Was bleibt an Eindrücken von dieser Reise haften?

Die Reise begann in Israel. Ein modernes Land, dass in seiner Geschichte doch einzigartig, und für uns natürlich auch von religiöser Bedeutung ist. Diese Vielschichtigkeit machte den besonderen Reiz aus und unterscheidet es von anderen

Reisen, die die meisten von uns gemacht haben und vielleicht noch machen werden. Obwohl wir aufgrund der begrenzten Zeitdauer, doch nur die Oberfläche streiften,konnten wir doch einige tiefere Einblicke in das Lebensgefühl der Menschen in Israel und Jordanien gewinnen. Durch Gespräche, organisierte Treffen aber auch Beobachtungen konnten wir Eindrücke gewinnen, die keine Reiseliteratur ersetzen kann. Vieles, was wir erfahren haben, gibt einen zu denken. Ich denke an die Menschen in Israel, die im kollektiven Bewußtsein der ständigen Bedrohung und der Wehrbereitschaft aufwachsen, und an die Perspektivlosigkeit der Palästinenser in den Autonomiegebieten, umgeben von einer Mauer, die uns sehr an unsere eigene jüngste Geschichte erinnerte. Ich denke an die etwa zehn Millionen Jordanier, die wie fast selbstverständlich eine Millionen Flüchtlingen aus Syrien und anderswo Zuflucht bieten und an die Beduinen, die in einer Welt leben, die den Spagat zwischen Tradition und Moderne versucht. Ja es war eine anstrengende Reise, trotz allem Komfort, der uns zuteil wurde. Es war eine Reise zwischen den Kulturen, zwischen Krieg und Frieden, zwischen Bibel und Facebook und zwischen opulentem Hotelbüfett und Fladenbrot mit Plastebesteck.

Das von uns auf der Reise gern gesungene Lied „Hevenu shalom alechem - Wir wollen Frieden für alle“ fasst wohl zusammen, was uns zu wünschen übrig bleibt.

Susanne Jenzsch


Bilder der Israel-Reise 2016

 

Erklärung zur Bilderverteilung der Israel- und Jordanienreise 2016:

 

Ziel ist es 1. Bilder für alle Interessierten im Internet zur Verfügung zu stellen, dazu läd man die Bilder auf eine Plattform (Dropbox) hoch. (? Hochladen/Upload)

Und 2. Sich die Bilder der anderen anzusehen und diese auf dem eigenen Rechner zu speichern. (? Herunterladen/Download)

 

Link zum Hochladen:

https://www.dropbox.com/request/7AsXD7wfFYCvrXWtzz73

Bevor Sie Bilder hochladen können, speichern Sie diese auf Ihrem Computer

1. Klicken Sie den blau markierten Link zum Hochladen an, sie werden zur Internetseite von Dropbox weiter geleitet.

2. Klicken Sie auf das blaue Feld „Auf dem Computer auswählen“, es öffnet sich ein Bedienfeld und alle Dateien auf ihren Computer werden angezeigt.

3. Suchen Sie die Bilder der Reise in diesem Bedienfeld.

4. Markieren Sie nun alle Bilder, die Sie hochladen möchten, Sie können gleich mehrere Bilder auswählen, indem Sie die „Shift“-Taste auf Ihrer Tastatur gedrückt halten.

5. Sind die Bilder markiert, dann klicken Sie auf „Öffnen“ (Bedienfeld unten rechts).

6. Klicken Sie auf „+ Eine weitere Datei hinzufügen“ falls Sie noch mehr Bilder hochladen wollen.

7. Klicken Sie auf das blaue Feld „Hochladen“.

Ihre Bilder werden in den Dropbox-Ordner „Israel Jordanien“ gespeichert, dies kann abhängig von der Bildgröße einige Minuten dauern.

8. Anschließend können Sie die Internetseite schließen.

 

Link zum Bilder Herunterladen

https://www.dropbox.com/sh/qw2klk4ujtyrgxi/AAC98SDvhzjtTLAeTtR0f4kda?dl=0

1. klicken Sie den blau markierten Link zum Runterladen an, sie werden zur Internetseite von Dropbox weiter geleitet.

2. Es erscheint eine Aufforderung, die Ihnen empfiehlt, sich das Dropbox Programm herunterzuladen, DIES IST NICHT NOTWENDIG (!!!) um sich die Bilder anzusehen, bzw. diese auf dem Computer zu speichern. Klicken sie daher auf das Kreuz in der rechten oberen Ecke und die Aufforderung verschwindet.

3. Sie sehen nun alle bisher hochgeladenen Fotos, klicken Sie auf das blaue Feld „Herunterladen“ in der rechten oberen Ecke. Sie werden gefragt wie Sie diese Bilder speichern möchten, wählen Sie „Als Zip-Datei herunterladen“. Es öffnet sich ein Bedienfeld, das Sie fragt, ob diese Datei geöffnet werden soll („Öffnen mit ...“) oder ob die Datei gespeichert werden soll („Datei speichern“), wählen Sie „Datei speichern“ - anschließend werden Sie gefragt wo diese Bilder gespeichert werden sollen. Wählen Sie dazu einen Ordner den Sie leicht finden wie z.B. Eigene Bilder – falls Sie nicht gefragt werden, werden die Fotos automatisch in den Ordner „Downloads“ auf ihrem Computer gespeichert.

 

 

weitere Bilder:

 

https://www.dropbox.com/sh/ay094bvxslgmpca/AABAuT7FMob9vgxtwPWjxTBAa?dl=0

https://www.dropbox.com/sh/jj1o8k1hrkzwjg8/AACI20l6Tuus7byymooLVpmOa?dl=0

https://www.dropbox.com/sh/cyizcebin0e7dq2/AAC_CWeWwisJKR__ydry119Ka?dl=0

https://www.dropbox.com/sh/asqqf6avaywh2an/AACVakRt6LK2jhIvztg2dDM2a?dl=0

 

Bitte kopieren und "Link öffnen" anklicken!

 

 


Paddeln in Gemeinschaft

Am 12. September fand der Gemeinde-Paddelausflug bei traumhaft spätsommerlichem Wetter statt. An der Kirche versammelten sich pünktlich 21 kleine und große Menschen, verteilten sich auf Autos und, am Kanuverleih angekommen, auf verschieden große Boote.

Die Motivation auf der Hintour war so groß, dass die Ersten bereits losfuhren und einen Seitenarm der Warnow erkundeten, wo sich dann alle wieder zusammenfanden und die reiche Natur nahe Rostock bewunderten. Die erste Pause fand am Rudersteg in Kessin statt, wo zukünftige Ruder-Olympioniken trainieren. Weil wir so schnell und das Wetter so herrlich war, beschlossen wir, weiter nach Papendorf zu paddeln. Auf dem ziemlich langen Weg schwächelten die Ersten und die ersten Blessuren in Form von Blasen stellten sich ein. Das Ziel erreichten alle. Der Lohn war ein perfekter Wasserwanderrastplatz mit Spielplatz für die Kleinen, WC und Bänken für die Großen. Das scheint bekannt zu sein, denn der Platz war bereits durch andere Gruppen, die auch grillten, gut gefüllt.

Wir richteten uns zum Picknick auf der Wiese ein und tauschten uns aus. Unter uns weilten Veganer, Vegetarier und Allesesser. Letztere freuten sich nicht schlecht, als eine freundliche Frau der Nachbargruppe mit einer Schüssel voller Bratwürstchen und Grillfleisch vorbeikam, um diese anzubieten.

Nach erfolgter Stärkung und Erholung, sollte der Rückweg nach Kessin angepaddelt werden. Unterwegs unterhielten uns mutige Wasserspringer, die zum Glück nicht übermutig vom obersten Deck der Eisenbahnbrücke bei Papendorf sprangen. Dabei nutzen wir auch die Möglichkeiten der Umbesetzung der Boote. Erwähnenswert ist die zweimalige Sichtung eines Eisvogels und das Bild, das sich bei der Betrachtung des größten Bootes bot. Ein engagierter Pastor als Steuermann und Hauptpaddler, davor 5 Kinder, die dallern, quatschen, träumen und nicht paddeln und eine Frau, die vorne paddelt. Der Pastor zeigte Durchhaltevermögen, blieb freundlich und geduldig und wir erreichten Kessin gutgelaunt zur geplanten Andacht.

Auch hier hatten wir Glück, dass das Tor vom Ruderclub offen war und die Boote einfach auf dem Steg liegenbleiben konnten. Die Dorfkirche und das Pfarrhaus in Kessin waren traumhaft idyllisch und liebevoll renoviert. Die Andacht enthielt die Geschichte vom schlafenden Jesus und den Jüngern auf dem Boot bei Sturm. Der Pastor erzählte von der Angst der „kleingläubigen“ Jünger und der großen Macht Jesus, der den Sturm und die Wellen bändigte. Wir hielten inne und sammelten Kraft für den Rückweg nach Rostock, auf dem das Boot des Pastors nicht mehr überholbar war, weil die Kinder wieder emsig mitpaddelten.

Uta Stropahl


Seniorenausflug 2015 an die Feldberger Seen

Am 1. September um 8 Uhr war der Start zum Ausflug nach Feldberg und Umgebung. Unser erster Anlaufpunkt war das Hans-Fallada-Museum in Carwitz. Eine interessante Führung durch Haus und Garten machte uns mit dem Leben und dem Werk des Dichters bekannt.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit leckerem Essen ging es nach Feldberg zum Bootsanleger. Von dort ging die Rundfahrt mit der „Lisabelle“ los. Bei Kaffee und Kuchen auf einem Elektroschiff vergingen die 1,5 Stunden wie im Fluge. Nach der Bootsfahrt hielt unser Pastor in der Stadtkirche zu Feldberg mit uns eine Andacht zum Abschluss dieses schönen Tages!Vielen herzlichen Dank an Pastor Antonioli für den schönen Tag. Auch den Fahrern der anderen Fahrzeuge herzlichen Dank. Es war alles bestens organisiert.

Otto Kloerss


Kanu-Fahrt 2015

 

In der ersten Ferienwoche fuhr ein Teil unserer Gemeinde von der Heiligen-Geist Kirche zu einer Kanu-Tour nach Fürstenberg von wo aus wir über sechs Tage nach Kratzeburg gepaddelt sind.

 

Die erste Ferienwoche hatte noch gar nicht richtig begonnen, da trafen wir uns schon am Bahnhof auf der Nordseite. Alle Teilnehmer, die an der Tour teilnehmen wollten, trudelten so gegen 14 Uhr in der Bahnhofshalle ein. Als schon fast alle da waren, kam auch Herr Antonioli. Er trug alles Mögliche bei sich: eine Gitarre, einen Campingherd, einen riesigen Kochtopf, Cornflakes, Gesangsbücher, usw…

Gemeinsam machten wir uns alle auf den Weg zum Bahnsteig Nr.8, wo bereits der Zug auf uns wartete. Wir versuchten all unsere Sachen in einem Abteil unterzubekommen. Schließlich hat dann doch noch jeder einen Platz zum sitzen bekommen. Alle verabschiedeten sich von ihren Eltern und nach einer gefühlten Ewigkeit ging es dann los.

Ca halb fünf waren wir in Fürstenberg angekommen. Die erste große Herausforderung stand uns nun bevor: Das Aussteigen. Da jeder ungefähr fünf Gepäckstücke bei sich trug und auch noch das gemeinsame Gepäck aus dem Zug musste, war es kein Kinderspiel. Letztendlich haben wir es dann doch geschafft, bevor der Zug weiter fuhr. Und die zweite Herausforderung stand an: Die Sachen zu den Kanus transportieren, die ca 1km von dem Bahnhof entfernt waren. Nach großem Stöhnen, vielen blauen Flecken und einem kleinen Nieselregen kamen wir an den Kanus an, die nun schon sehnsüchtig auf uns warteten. Es wurden Schwimmwesten und Paddel verteilt und wir begannen die Boote zu bepacken. Da es nur dreier Kanus gab, mussten sich einige trennen und es blieb nur sehr wenig Platz zum Sitzen. Als dann alle zwischen dem Gepäck gequetscht Platz gefunden hatten, paddelten wir zum ersten Campingplatz. Keiner war so wirklich motiviert schon am ersten Tag- gleich nach der Zugfahrt- 8km zu Paddeln, deshalb brauchten wir auch eine Ewigkeit bis wir ankamen. Dagegen war das Einsteigen ein Spaziergang gewesen. Währenddessen wurden alle Enten, die an uns vorbei schwammen, als Abendessen bezeichnet.

Als wir ankamen, bauten wir unsere Zelte am Hügel auf. Anschließend gab es Bratwurst vom Grill.

 

Am nächsten Tag wurden wir um 7.30 Uhr geweckt und haben vor dem Frühstück eine kleine Gesangs- und Bibelminute gemacht. Anschließend packten wir unsere Sachen und paddelten zum nächsten Campingplatz. Dieser war das Paradies, doch der Boden war sehr hart, was das Befestigen der Zelte etwas erschwerte.

Gleich nach dem Aufbauen machte sich ein Teil mit Herrn Antonioli auf den Weg zum Netto, der 2km entfernt war. Wir holten etwas für das gemeinsame Abendbrot und Frühstück. Nach dem Bezahlen sind wir dann mit einem großen überfüllten Karren zum Zeltplatz zurück.

 

Der dritte Tag war einer der Coolsten. Dieses Mal mussten wir unsere Zelte nicht abbauen, was auch bedeutete, dass wir nicht unser ganzes Gepäck mitschleppen mussten. Die Kanus wurden neu umbesetzt und es ging los: Der Beginn einer Reise durch das Naturschutzgebiet. Ständig ist man ins Schilf gefahren, weil es zu eng war oder wir mussten uns ducken, weil man unter Sträuchern oder umgefallenen Baumstämmen fahren musste. Einige von uns hatten sogar währenddessen noch eine Wasserschlacht gemacht. Und ein Kanu musste zurück fahren, weil sie einen Mitfahrer verloren hatten, der dann natürlich total nass war.

Kurz vor der ersten Pause musste jeweils einer aus den Kanus aussteigen, da das Wasser dort nicht tief genug war. Wir machten auf einer Kuhweide Rast, wo der größte Teil von uns sich in einen Kreis aufgestellt hatte, um Volleyball zu spielen. Das Ziel war es in keinen Kuhhaufen zu treten…

Kurz vor der Abfahrt hat es dann doch noch jemand geschafft – barfuß.

Wir sind dann noch etwas weiter zu einem See gepaddelt, wo einige kurz gebadet haben. Der Rest hat so getan als würden sie davon paddeln und die im Wasser haben versucht sich wieder auf die Kanus zu retten. Es war alles ganz lustig – bis die Schwäne kamen… Mit düsteren Blicken kamen sie auf uns zu geschwommen. Die, die badeten kamen wieder in die Kanus und wir machten uns auf den Weg zurück zum Zeltplatz. Nun fing es an zu schütten. Einige waren ja sowieso schon nass- nun waren es alle.

Zurück durch die engen Gassen versuchte sich jeder zu überholen, was etwas schwierig war, da auch noch Gegenverkehr kam. Vor der Schleuse haben wir uns alle wieder getroffen und die Sonne kam wieder hervor. Da wir alle warten mussten bis die Schleuse aufging, beschloss mein Boot die Lohre nebendran zu nehmen. Also holten wir den Karren von der anderen Seite, zogen ihn dem Hügel hinauf und ließen ihn auf der anderen Seite, wo sich der Rest von uns befand, ins Wasser. Dann zogen wir den Karren mit dem Kanu wieder den Hügel hinauf, setzten uns hinein und ließen uns ins Wasser fahren. Nachdem wir das Kanu festgeknotet hatten, gingen wir erneut auf den Hügel und schauten zu den anderen in die Schleuse hinunter. Da es uns jedoch zu lange dauerte, fuhren wir schon zum Campingplatz vor. Dort angekommen, nahmen wir unsere restlichen Sachen aus dem Kanu und kanterten absichtlich. Das war echt cool (und schwerer als ich dachte). Dann brachten wir das Kanu weg und gingen baden. Währenddessen kamen auch die Anderen.

Ungefähr eine Stunde später gingen alle gemeinsam in die Stadt.

Als wir wieder am Zeltplatz waren, habe ich mich mit Juliana und Noah, die mit mir in einem Kanu saßen, ans Wasser gesetzt und die Füße ins Wasser gehalten. Wir haben die Anderen beobachtet, wie sie Mutproben und Wetten gemacht haben.

Zum Abendbrot gab es dann Nudeln mit Bolognese:)

 

Am vierten Tag haben wir wie jeden Morgen vor dem Frühstück unsere Andachtsminuten gehalten. Leider mussten wir den Zeltplatz schon verlassen. Wir machten uns also auf den Weg zum Nächsten. Die Sonne prasselte auf uns hinab und mein Kanu nahm eine Abkürzung und ließ sich auf dem Wasser treiben, während der Rest unserer Gruppe den ganzen See auskostete. Dafür mussten wir heute abwaschen. Gleich nachdem wir angekommen waren, sind wir sofort ins Wasser baden gegangen. Alle haben sich gegenseitig nassgespritzt. Danach gab es Chili con Carne zum Abendbrot. Bis zur Nachtruhe haben wir dann noch Volleyball und Fußball gespielt.

 

Der vorletzte Tag war angebrochen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum letzten Zeltplatz. Gleich als alle ihre Zelte aufgebaut hatten, ging der Großteil unserer Gruppe baden, denn auf dem Wasser war ein großer begehbarer Ballon in Form eines Planeten- Saturn. Gemeinsam versuchten wir diesen umzudrehen, was uns nicht gelang. Nach dem Abendbrot- es gab Bolognese und Schokopudding- sind einige von uns wieder ins Wasser und der Rest hat sich auf den Steg gesetzt und ihnen auf dem Saturn zugesehen.

 

Bedrohlich steht der Abschied vor uns. Mit einem „Aufstehen“ von Herrn Antonioli begann der letzte gemeinsame Tag. Das letzte Frühstück, die letzten andächtigen Minuten, das letzte Mal Zelt abbauen, das letzte Mal Kanus bepacken. Gemeinsam. 14km waren noch vor uns. Mit jedem Paddelschlag kam der Abschied näher. Dieses Mal ohne einer Pause kamen wir schließlich in Kratzeburg an. Dort gaben wir die Kanus, die Schwimmwesten, die Paddel und die wasserfesten Tonnen ab. Bevor wir zum Bahnsteig gingen, hat jeder noch eine Bockwurst bekommen. Das Einsteigen war etwas kompliziert. In Rostock angekommen erwarteten unsere Eltern uns schon und alle verabschiedeten sich von einander.

 

Bei der Kanu-Tour haben wir viele schöne Dinge erlebt. Deshalb möchte ich noch ausdrücklich für die Betreuung von Herrn Pastor Antonioli und Pastor Lutz Breckenfelder danken, die uns begleitet und geleitet haben. Und natürlich nicht zu vergessen danke ich auch meinem Kanu-Team Juliana und Noah, mit denen ich streitlos jede Strecke bewältigen konnte, da sie den größten Teil gepaddelt sind :P

Vielen Dank für die schöne Zeit.

Michelle Cathérine Braun


Gemeindefest 28. Juni 2015


mit Gästen aus der Partnergemeinde Skjern/Dänemark
Sommerkonzert mit der Kantorei der Heiligen-Geist-Gemeinde und dem Jugendchor aus Skjern
Gemeinsamer Gottesdienst



Pastor Antonioli mit Thomas Bach (Leiter des dänischen Jugendchores)

Kirchentag 2015 in Stuttgart "Damit wir klug werden ..."

Mit den Jugendlichen aus Nachbargemeinden im Bus und vor unserer Quartierschule in Stuttgart

Unser kleiner Ausflug nach Stuttgart:

Nach einer Verspätung ging es am Dienstag, dem 02.06.15, Richtung Stuttgart zum Kirchentag 2015. Die 11-stündige Fahrt wurde leider mit wenig Schlaf bewältigt. In der Neckar-Realschule, in der wir untergebracht waren, machten wir uns frisch und richteten uns ein. Der Mittwoch wurde gefüllt durch verschiedene Workshops, die rund um den Schlossplatz in der Innenstadt aufgebaut waren - unter anderem natürlich auch mit Shoppen. Gegen 18 Uhr wurde der Kirchentag durch einen Eröffnungsgottesdienst eingeleitet, der gut besucht war. Danach hatte man die Chance auf dem "Abend der Begegnung" eine Spezialität der Stadt zu probieren, wie zum Beispiel Spätzle. Abends gab es einen Abschlussgottesdienst, bei dem jeder eine Kerze bekam. So entstand ein wunderschönes Lichterbad. Die nächste Nacht war auf jeden Fall bequemer.

Am nächsten Morgen wurde nach einer Dusche zusammen gefrühstückt. Um 8 Uhr ging es dann auf ins Jugend-Zentrum, welches im Neckar Park liegt. Dort schlenderten wir von einem zum anderen Stand. Jeder Stand stellte ein eigenes Thema vor. Wir, also meine Freundin und ich, hämmerten zum Beispiel Thesen von M. Luther an eine Tür, die geteilt war in 2 Hälften: eine bestand aus den Originalthesen von M. Luther und auf der anderen Seite befanden sich selbstgeschriebene Interpretationen zu diesen. Wie ich finde, eine tolle Idee, um sich in Luther hineinzufühlen. Weitere Workshops waren: Konzert, Seelsorger, Brot backen, das Vertraue-Jemanden-Fremdes-Spiel und unterschiedliche Straßenkonzerte. Das Finale des Tages war das WISE-GUYS Konzert. Mit viel Gesang und Freunde ging der Donnerstag auch zu Ende. Durch die heißen Tagen mit Temperaturen von fast 36°C kämpften wir uns mit viel Wasser und Sonnencreme - und ab und zu durfte es auch mal ein Eis sein.

Am Freitag hielten wir uns ebenfalls im Jugend-Zentrum auf, um alles ablaufen zu können. Mittags gab es gegen eine beliebige Spende bei "Brot für die Welt" eine leckere Gemüsesuppe. Abends traf man sich wieder bei einen der Konzerte. Diesmal war es Bourani, der unseren Abend verschönerte. Am letzten Tag ging es nach dem Frühstück zu einem Big-Band-Auftritt. Danach besuchten wir die letzten Stände im Jugend-Zentrum. Anschließend waren wir bei einer Slampredigt und einer Party. Jeder plante variabel. Den Weg zu unseren Quartier fanden wir mit riesigen Landkarten und U-Bahnplänen. Am Sonntag fuhren wir, nachdem wir beim Abschlussgottesdienst gewesen waren, wieder nach Rostock.

Ich fand diesen Kirchentag sehr schön und würde gerne wieder mitkommen. Warum warst du diesmal nicht dabei? Wir haben dich vermisst! Hier erlebst du schulfreie Tage, in denen du zusammen mit Freunden eine Stadt erkundest und Kontakte knüpfst. Dort hast du Zeit, dich mit religiösen Fragen auseinander zusetzten. In Diskussionen, Vorlesungen etc. kannst du deine Meinung äußern und einbringen. 2017 findet der nächste Kirchentag in Berlin-Wittenberg statt, also bis dann.

Bei einen Straßenkonzert lernten wir die Mitglieder der Band "Klangwerk"kennen. Vielleicht kommen sie in unsere Heilig-Geist-Kirche und geben ein "Wohnzimmerkonzert". Dort kannst du Leute kennen lernen, die beim Kirchentag dabei waren.

Wir freuen uns auf dich!

Bis dann.

Johanna Puchert


Seniorenfreizeit Neu-Sammit

Vom 26. bis 28. Mai fand wieder unsere Seniorenfreizeit der Hl.-Geist- und der Innenstadt-Gemeinde statt. Gut gelaunt waren wir alle und in Erwartung vieler froher gemeinsamer Stunden. Frau Ott und Frau Ulm brachten uns sicher ans Ziel.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, fanden wir uns zum Kennen lernen und dem Thema des Tages zusammen: Naomi verlässt mit ihren Schwiegertöchtern Ruth und Orpa ihr Land … Tiefgründig – unter professioneller Leitung – wurden die Handlungen dieser 3 Frauen hinterfragt. Mit Basteln, Spielen und einer Andacht ging der Tag zu Ende.

Mittwoch früh erweiterte sich der Kreis: Herr Antonioli kam mit Tagesgästen von Heiligen-Geist dazu. Höhepunkt des Tages war der Ausflug zum Kloster Dobbertin. Eine ausführliche, sachkundige Führung erfreute uns sehr. Ein Rundgang durch die Anlage am See sowie kurze Begegnungen mit den behinderten Bewohnern vervollständigten den Eindruck. Zurück in der Herberge sangen wir zur Gitarrenbegleitung von Herrn Pastor. Indessen grillte Frau Kirchhof und zum Dank aller gab es ein Abendbrot. Später verabschiedeten sich dann die Tagesgäste.

Der letzte Tag ging mit dem Happy End von Ruths und Naomis Geschichte zu Ende. Wir feierten Gottesdienst mit Abendmahl. Nach dem Mittagessen brachten uns die Pastorin und die Vikarin wieder nach Hause – nach vielen glücklichen, fröhlichen, nachdenklichen Stunden. Vielen Dank!

G. u. G. Schwaab


Gemeindeausflug in die Mecklenburgische Schweiz

Am 18. April startete ein bunter enthusiastischer Haufen, bereit in die Pedalen zu treten, nach Dargun, um von dort aus den Naturpark der Mecklenburgischen Schweiz per Draisine zu erkunden. Draisinen sind Schienenwagen, die per Fahrradkette angetrieben werden. Zwei Fahrer sitzen auf dem Fahrradsattel und zwei zu Fahrende auf der Sitzbank davor.

Das Abenteuer begann am Bahnhof, wo uns erstmal die Regeln vertraut gemacht wurden: kein Anketten, kein Schubsen oder Schieben, bei Gegenverkehr muss eine Draisine vom Gleis gehoben werden, es gibt nur eine Schiene … Also los, Straßen sollten schiebend überquert werden. Gesagt, gefahren, erste Straße überquert, das Feld zog sich auseinander. Den ersten Teil des Weges sollte es überwiegend bergab gehen ... Echt? Schnell wird klar, die Kinder halten nicht lange durch, also selber ranklotzen. Wir strampelten an vorletzter Stelle fleißig Berg auf, Berg ab, durch den Wald und über Felder. Erster Stopp, einem Kind ist schlecht und es hat Bauchweh. Oje, die Familie fährt zurück, also wird die letzte Draisine umgedreht. Die Fahrt geht weiter nach Schorrentin. Dort steht eine hübsche Dorfkirche. In der Andacht erzählt der Pastor von Filmenden und über die Auferstehungsgeschichte, die eigentlich ein offenes Ende hat. Eine Gitarre und viele Spieler, die die verschiedenen Lieder begleiten können sind dabei. Anschließend entspannen sich alle auf der Wiese bei einem reichhaltigen Picknick in der Sonne. Man lernt sich kennen, es wird geteilt und gespielt.

Viele haben Respekt vor der Strecke bekommen und das Gefühl, nicht den ganzen Weg schaffen zu können … Der Rückweg sollte ja schwerer sein ... Erstmal wurden die Draisinenbesatzungen neu gemixt, Stärkere unterstützten Schwächere. Das Feld setzte sich wieder in Bewegung mit dem Kompromiss vor Salem umzudrehen. - Diesmal waren wir die Letzten und sahen wie das Feld sich erneut auseinander zog. Schon wieder geschwächt, überlegten wir umzudrehen, fuhren aber doch weiter. Eine herrliche abwechslungsreiche Landschaft belohnte und machte neugierig hinter die nächste Kurve zu spähen. Wir machten endgültig Halt an der Peene vor Neukalen und warteten auf die Anderen, die in Neukalen umdrehen wollten. Als wir die Draisine gedreht hatten, waren wir also die Ersten. Rückweg. Die ersten Berge zogen sich bereits sehr lang, die Draisinen hinter uns kamen dichter und dichter bis sie uns hatten. Es kamen immer mehr von hinten, wir überquerten gegenseitig helfend Straßen und wurden geschoben und angeschubst was das Zeug hält! Das Brennen in den Oberschenkeln, einen unbequemen Sattel, eine nicht optimale Kraftübertragung, die Erschöpfung und das Gefühl, fast nur noch bergauf zu fahren, teilten wohl alle. Ganz vorne musste gestrampelt werden, um das Feld nicht total auszubremsen. Ein Kampf gegen den Berg und gegen sich selbst. Konzentration auf das Hier und Jetzt, auf den nächsten Meter, auf den Rhythmus halfen durchzuhalten. Alle waren ganz dicht zusammen und von hinten kam immer wieder ein hilfreicher Schub von einem, der mehr Kraft hatte. Ein letztes Picknick. Hier wurden Essen und die Erfahrungen der letzten Kilometer geteilt.

Jeder Fahrer hatte seinen eigenen Kampf gekämpft, egal an welcher Stelle in der Gruppe, die auch ohne Seil zusammengeschlossen und -geschoben die langen Berge hochgekommen war. Anschließend fuhr es sich leichter durch den Wald. Die Gruppe blieb zusammen, scherzte und alberte, schubste und schob und erreichte zufrieden und nicht ohne Stolz den Bahnhof von Dargun.

Uta Stropahl


Pilger-Tour am 17. Januar 2015

Nachdem unsere Pilgerwanderung im November letzten Jahres großen Anklang gefunden hatte, verabredeten die Teilnehmer sich im neuen Jahr wieder auf den Weg zu machen. Obwohl wir im Vorfeld nicht wussten, wie die Wetter- und Wanderbedingungen am 17.01. sein werden (im Vorfeld hatte es kräftig geregnet), fanden sich acht Unverdrossene an dem vereinbarten Treffpunkt ein. Nach kurzer Bahnfahrt machten wir uns unter Leitung unserer Vikarin Martina Ulm auf und hielten zunächst eine Andacht in der Kirche von Parkentin. Der thematische Schwerpunkt unserer Pilgertour im neuen Jahr war, Rückschau auf das vergangene Jahr zu halten und das neue Jahr zu begrüßen. Ein schöner Einstieg dazu war die Lesung aus Kohelet 3.1 – Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. -

Für unser Vorhaben hatten wir eine gute Zeit gewählt. Der Himmel klarte auf und wir hatten eine angenehme Wanderung durch den Hütter Wohld. Kurz hinter den Fischteichen von Hütten stießen wir auf den Jakobsweg - Via Baltica. Dieser war sehr gut ausgeschildert. Ich lernte, dass man die Richtung des Weges von der Ausrichtung der Muschel ablesen kann. Leider war durch die vergangenen Regentage der Boden etwas aufgeweicht und so hat das eine oder andere Hosenbein etwas vom Matsch abbekommen. Im Großen und Ganzen war die Strecke aber gut passierbar und landschaftlich reizvoll. Nach einer kurzen Schweigeetappe erreichten wir Althof . Der ehrenamtliche Küster, der die Kapelle in Althof betreut, gab uns einen Einblick in die spannende und wechselvolle Geschichte dieses Ortes, der eng mit der Christianisierung bzw. dem Zisterzienser-Orden verbunden ist. Unsere letzte Etappe führte uns von der Kapelle in Althof zum Kornhaus in der Doberaner Klosteranlage. Dort gibt es ein hübsches Cafe. Nachdem wir uns dort gestärkt und aufgewärmt hatten, beschlossen die meisten von uns auf dem etwas kürzeren Landweg nach Parkentin zurück zu gehen, um von dort aus den Zug nach Rostock zu nehmen. Alternativ bestand die Möglichkeit direkt von Doberan aus die Rückfahrt anzutreten.

Es war ein gelungener Einstieg für dieses (Pilger-)Jahr. Wir wünschen uns weitere Touren und freuen uns über jeden, der mitgehen möchte.

Susanne Jenzsch


Irland - Auch ohne Guinness ging es

Es wurde des Abends natürlich auch das eine oder andere Starkbier (Guinness) in den Pubs mit Live-Musik getrunken. Der Grund, warum sich ein Teil des Heiligen-Geist-Chores und die dazugehörige Fangemeinde am 4. Dezember vom Flughafen Schönefeld mit der irischen Kleeblatt-Linie auf den Luftweg nach Dublin machte, war aber ein anderer. Ziel war die Monkstown Parish Church (Monkstown Gemeindekirche) im Südosten von Dublin, wo der heimische Chor seit 26 Jahren jährlich den "Messiah for All" von Georg Friedrich Händel zur Aufführung bringt. In diesem Jahr mit tatkräftiger Unterstützung aus Rostock. Tagsüber spaltete sich unsere Gruppe zwangsläufig. Der Chor probte hart in der Kirche, die Fangemeinde erkundete die imposante Stadt an der Irischen See.

Der Frei(e)tag wurde genutzt, um das überwältigende irische Flair gemeinsam zu erleben. So z.B. bei einem Ausflug an die Küste zur Halbinsel Howth mit einer mehrstündigen Inselwanderung an der Steilküste entlang. Dies übrigens, wie an den anderen Tagen auch, bei Sonnenschein und blauem Himmel.

Am Samstagabend war dann der unbestrittene Höhepunkt der Reise mit der klanggewaltigen Aufführung von Händels "Messias" in Monkstown. Die Kirche war nach Aussage der Gastgeber deutlich voller als sonst (fast ausverkauft) und das Lob für die Leistung des Rostocker Chores war überall, deutlich zu hören. Für alle ein unvergessliches Erlebnis. Danach wurde noch ein bisschen gefeiert.

Am Sonntag ging es nach einem Stadtbummel zum "Fototermin" an die Stelle, wo Händel die Uraufführung hatte (siehe Foto) und danach mit dem Flieger "back to Germany".

Das Fazit dieser Reise: Eine tolle Stadt, ein herausragendes Konzertereignis, eine tolle "Fahrgemeinschaft" und die Erkenntnis: Für viele Mitfahrer wird dies nicht der letzte Trip nach Dublin gewesen sein.

Die Planungen für das nächste Jahr (London?) laufen übrigens schon an!

Kai-Björn Reeps


Von Körnern, Brot und Menschen

Als bunte Truppe machten wir uns Samstagmorgen auf, die Herkunft es Brotes zu erkunden. Wir starteten im Nebel. Dieser begann in Schlutow bei der Bauernfamilie Paetow, den Blick auf die wunderschöne Landschaft und riesige Landmaschinen freizugeben. Hier lernten wir die verschiedenen Getreidearten und alle Maschinen für Saat und Ernte kennen. Bauer Paetow verriet uns die Raffinessen der mit Hightech gespickten Traktoren und Mähdrescher und das Wunder des Getreidekorns, das im Herbst in den Boden gebracht wird und sich im Verlauf des Jahres in eine Halmpflanze verwandelt, deren Ähre viele Körner trägt.

Die nächste Station sollte die Mühle in Altkalen sein, wo der Windmüller Preuß aus Körnern in seiner Windmühle Bio-Mehl mahlt. Er erklärt und zeigte und humorvoll, wie das funktioniert mit dem Wind, den Mühlsteinen und dem Klappern beim Mahlen. Zum Mittag gab es bei strahlendem Sonnenschein frisches Brot und herrlichen Kuchen aus seinem Holzofen, Bratwurst oder Kürbissuppe. Da war es, das Brot, und uns wurde klar, wie viel Zeit und Mühe aufgebracht wird, damit das Korn wundersam in der Erde und als Mehl im Brotteig aufgehen kann.

In der kleinen hübschen Kirche hielt Pastor Antonioli eine Andacht zum Thema. Und wir erfuhren, dass er dort früher gepredigt und gewohnt hat in der idyllischen Beschaulichkeit des Mühlendorfes.

Den letzten Höhepunkt der Landpartie bildete das Herbstfest in Lelkendorf und der Besuch des Haustierparks, wo alte Nutztierrassen gezüchtet und vor dem Aussterben bewahrt werden. Hier gibt es alle Tiere und noch viele mehr, die man sich auf einem Bauernhof vorstellen kann.

Es war ein toller Ausflug in einer netten Gruppe, die offen war, sich auf die Geschichte des Brotes einzulassen. Danke an die Organisation und Mitwirkenden für die wunderbare Landpartie durchs schöne Mecklenburg.

Uta Stropahl